Herstellung eines Kilt

Wie ein Kilt hergestellt wird, darüber scheiden sich manchmal die Geister. Die einen behaupten, er wird gewickelt. Die anderen hingegen sind der Meinung, er wird genäht. Beide Meinungen sind richtig. Früher wurde ein Kilt nur gewickelt. Um die Sache einfacher zu machen, wurde er mit der Zeit etwas vereinfacht, dafür musste der Kilt allerdings genäht werden. Für einen traditionellen Kilt braucht man in etwa sieben bis acht Meter Wollstoff. Ein Kilt besteht aus einem Teil, der in drei Teile unterteilt ist. Der Überwurf und der Unterwurf sind glatt, nur der rückwärtige Teil wird in Falten gelegt, die mit Hilfe von Stecknadeln exakt befestigt werden müssen, bevor sie genäht werden.

Ein hochwertiger Kilt besitzt einen Saum. Hingegen findet man bei einem günstigen Kilt nur eine Webkante. Wurden die Falten mit Stecknadeln befestigt, können sie im oberen Drittel mit der Nähmaschine abgenäht werden. Nach diesem Arbeitsschritt kann der Bund mit den Gürtelschlaufen und dem Lederriemen angearbeitet werden. Beim Anbringen von den Nieten ist es von Vorteil, ein Stück Leder unter den Kilt zu legen, damit er nicht beschädigt wird. Da die Herstellung von einem Kilt etwas Fingergeschick braucht, sollte man sich eine fachkundige Anleitung beziehungsweise Schneiderin zur Hand nehmen.

Wer allerdings einen Kilt bevorzugt, wie er im 18. Jahrhundert getragen wurde, sollte sich die Wickeltechnick von geübten Kilt Trägern zeigen lassen. Es ist eine Kunst für sich, eine mehrere Meter lange Stoffbahn so um den Körper zu wickeln, dass das Endergebnis aussieht wie ein Rock. Die schwierigste Wickeltechnick nennt sich Feileadh-Mhor und wird nur noch von wenigen Highlandern beherrscht.





Kilt